💧
An einem frühen Morgen in Bad Camberg steht Lukas in seiner Küche und wundert sich über eine feuchte Stelle am Sockel.
Gestern war da nichts. Als er den Schrank öffnet, sieht er Tropfen an der Kaltwasserleitung perlen.
Er denkt an den Rohrbruch seiner Schwester in Niederselters und an den Frostschaden eines Kollegen aus Idstein.
„Zählt das schon als Leitungswasserschaden?“ fragt er sich – und schreibt seiner Ansprechpartnerin: Versicherungsmaklerin Frau Sander.
Was banal beginnt, entwickelt sich oft zu einer teuren und nervenaufreibenden Angelegenheit.
Denn Leitungswasser findet jede Ritze – es kriecht hinter Putz, quillt Parkett auf, durchfeuchtet Dämmung und macht Wände wochenlang klamm.
Damit du im Ernstfall genau weißt, was versichert ist und was nicht, nehmen wir dich mit durch reale Beispiele aus der Region –
von Oberbrechen, Würges und Erbach (Taunus) bis hin zu Limburg an der Lahn, Weilburg, Runkel und Waldems.
💡 Was Leitungswasser in Versicherungsbedingungen bedeutet #
„Zuerst brauchen wir eine klare Definition“, sagt Frau Sander am Telefon.
„Leitungswasser meint Wasser, das bestimmungswidrig aus Rohrleitungen, angeschlossenen Einrichtungen oder Anlagen der Wasserversorgung, Heizung, Kühlung oder Sprinkleranlage austritt.“
Wichtig ist das Wort bestimmungswidrig: Es geht um Wasser, das eigentlich in Rohren, Schläuchen oder Geräten bleiben soll,
tatsächlich aber austritt und Nässeschäden verursacht.
Typische Quellen sind: Trinkwasserleitungen, Heizungsleitungen, Fußbodenheizungen,
Boiler, Durchlauferhitzer, Heizkörper, Solarthermie-/Wärmepumpen‑Hydraulik,
Klimaanlagen, Sprinkler, Spül- und Waschmaschinenanschlüsse, flexible Zuleitungen, Eckventile –
sowie Aquarien und Wasserbetten (je nach Tarif ausdrücklich genannt).
Nicht gemeint sind Wasserquellen von außen (z. B. Regen eindringend durch undichte Fugen) oder Wasser, das bestimmungsgemäß austritt (z. B. laufende Dusche).
🧰 Typische Leitungswasserschäden im Alltag #
Aus den Schadenakten, die Frau Sander u. a. in Villmar, Selters (Taunus) und Diez betreut hat,
lassen sich die häufigsten Szenarien gut zusammenfassen:
- Rohrbruch in Trinkwasser- oder Heizungsleitungen – plötzlich, mit deutlich austretendem Wasser
- Frostschäden an ungedämmten Leitungen – besonders in leerstehenden Räumen oder Ferienhäusern
- Undichte Press- oder Schraubverbindungen – kleine Leckagen mit großer Folgewirkung
- Lecks an Eckventilen/Armaturen – gern „die stille Tropfquelle“ im Spülenschrank
- Schäden an flexiblen Zuläufen (Spül-/Waschmaschinen, Spültischschläuche)
- Defekt am Boiler oder Durchlauferhitzer – geplatzter Speicher, undichte Dichtung
- Leck in Fußbodenheizung – schwer erkennbar, oft erst am aufgequollenen Boden sichtbar
- Aquarium-/Wasserbett‑Schaden – Glasbruch, undichte Naht (tarifabhängig)
In Weinbach etwa war ein einziger defekter Spültischschlauch die Ursache dafür, dass Wasser stundenlang hinter die Küchenzeile lief.
Das Parkett wölbte sich, die Sockelleiste verfärbte sich, die Wand dahinter schimmelte.
„Ein Klassiker“, sagt Frau Sander. „Kleine Bauteile, große Folgen.“
🏠 Was wird in der Wohngebäudeversicherung ersetzt? #
Bei Eigentumshäusern (oder im WEG‑Gemeinschaftseigentum) leistet die Wohngebäudeversicherung für Beschädigungen an der Gebäudesubstanz
und den fest verbundenen Teilen:
- Wände, Decken, Estrich, Putz, Dämmungen
- Feste Bodenbeläge (verklebtes Parkett, Fliesen)
- Sanitärobjekte, Armaturen, festes Leitungssystem
- Heizungsanlage, Heizkörper, Fußbodenheizung
- Einbauküche (je nach Eigentumsverhältnis/Klausel)
Typische Folgekostenpositionen, die gute Tarife abdecken:
- Leckortung (auch zerstörungsarm, Wärmebild, Akustik)
- Aufbruch-/Wiederherstellung von Wänden/Böden
- Trocknung (Kondenstrockner, Hohlraumtrocknung)
- Entsorgung kontaminierter Bauteile
- Hotel-/Ersatzunterkunft oder Mietausfall (vermietete Objekte)
In Oberbrechen löste ein Leck in der Fußbodenheizung eine tagelange Trocknung aus.
Ohne Versicherung wäre die Wiederherstellung des Bodens vierstellig geworden – pro Raum.
🛋️ Was ersetzt die Hausratversicherung? #
Die Hausratversicherung schützt dein bewegliches Inventar gegen Leitungswasserschäden:
- Möbel, Teppiche, Vorhänge, Textilien
- Elektrogeräte (TV, PC, Küchengeräte)
- Vorräte, Bücher, Deko
- Teppiche (als einzelne Stücke, nicht fest verklebter Boden)
Als in Diez ein Leck im Obergeschoss den Wohnzimmerschrank durchnässte,
leistete die Hausratversicherung für Schrank, Bücher und Teppiche – während die Wohngebäudeversicherung
die Sanierung der Decke übernahm.
Ein Ereignis, zwei Policen – beides Leitungswasserschäden.
🌬️ Langsam, heimtückisch, teuer: Allmähliche Nässeschäden #
Nicht jeder Leitungswasserschaden zeigt sich mit Pfützen.
Oft sickert Wasser über Wochen in Wände, hinter Küchenzeilen oder unter Estrich.
Erst Verfärbungen, muffiger Geruch oder „weiche“ Sockelleisten verraten das Problem.
Viele Tarife leisten auch bei allmählich entstehenden Nässeschäden,
solange die Ursache ein bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser ist.
Günstigere Tarife haben hier teils Einschränkungen – z. B. Zeitlimits, Entschädigungsgrenzen oder Ausschlüsse für Silikonfugen.
In Waldems zeigte sich ein winziges Leck an einer Pressverbindung erst nach Monaten.
Die Trockenlegung der Hohlräume war aufwendig – eine gute Klausel zu Leckortung und Folgekosten rettete die Sanierung.
❌ Was nicht zu Leitungswasserschäden zählt (wichtige Abgrenzungen) #
Frau Sander arbeitet die Grenzen klar heraus – das erspart im Ernstfall Diskussionen:
- Reinigungs-/Platschwasser (z. B. ausgeschütteter Eimer, überlaufende Badewanne): kein bestimmungswidriges Leitungswasser
- Kondenswasser oder Grundfeuchte: in der Regel ausgeschlossen
- Eindringendes Regenwasser durch undichte Fugen/Dach: kein Leitungswasser (ggf. Sturm/Hagel oder Bauteilmangel)
- Undichte Silikonfugen in Dusche/Badewanne: häufig ausgeschlossen, da Wartungsthema
- Rückstau aus der Kanalisation: nicht Leitungswasser, sondern Elementarbaustein nötig
- Korrosion/Materialermüdung ohne plötzlichen Schadensfall: teils eingeschränkt oder als Instandhaltung gewertet
In Villmar führte eine undichte Silikonfuge zu Nässeschäden an der Wand – der Tarif des Kunden hatte den Standardausschluss.
Nach Umstellung auf einen besseren Tarif sind solche Fälle zukünftig (bis zu einer Grenze) mitversichert.
🧊 Frost: Wenn es zu kalt wird – und wer in der Pflicht ist #
Frostschäden treffen Leitungen in schlecht beheizten Räumen, leerstehenden Immobilien oder Ferienhäusern besonders.
In Hünfelden platzte eine Leitung im Winterurlaub – klassischer Fall.
Gute Tarife leisten, setzen aber Obliegenheiten voraus: Heizen, Entleeren, Kontrollintervalle.
Wer die Immobilie längere Zeit unbewohnt lässt, sollte diese Pflichten kennen, sonst drohen Kürzungen.
Tipp: Frostsensiblen Gebäudeteilen (Gartenleitungen, Außenwasserhähne) das Wasser vor Winterbeginn abdrehen und entleeren.
🧪 Leckortung, Öffnung, Trocknung – die „unsichtbaren“ Kosten #
Die teuersten Positionen sind oft nicht der eigentliche Schaden, sondern die Suche und Sanierung:
- Leckortung (Thermografie, akustische Verfahren, Tracergas)
- Öffnung/Wiederherstellung von Fliesen, Putz, Trockenbau
- Trocknung – Oberflächen-, Hohlraum- und Estrichtrocknung
- Schimmelprävention/-sanierung (tarifabhängig)
In Weilburg dauerte eine Estrichtrocknung nach Rohrbruch drei Wochen – mit täglicher Strommessung der Geräte.
Starke Tarife erstatten hier nicht nur die Miete der Trockner, sondern auch den Mehrstrom.
🚿 Sonderfälle: Aquarium, Wasserbett, Klimaanlage, Solarthermie #
„Diese vier werden oft übersehen“, sagt Frau Sander:
- Aquarium/Wasserbett: Tarifklausel prüfen! Oft mitversichert, teils mit Entschädigungsgrenzen.
- Klimaanlage: Kondenswasser ≠ Leitungswasser; Leck in Kondensatleitungen kann je nach Tarif eingeschlossen sein.
- Solarthermie/Wärmepumpe: Hydraulik-Leck = Leitungswasser; Kollektorschäden sind eher Sturm/Hagel/technisch.
- Gebäudeteile vs. Hausrat: Einbauküche, fest verklebter Boden = Gebäude; lose Teppiche, Schlauchgeräte = Hausrat.
Ein Aquarienbruch in Runkel flutete ein Wohnzimmer – die Hausratversicherung übernahm Hausrat und Reinigung,
das Aufstemmen des Bodens regelte die Wohngebäudeversicherung.
Wichtig: gute Abstimmung in der Schadenmeldung.
🧾 Grobe Fahrlässigkeit & Mietsachverhältnisse – Stolpersteine vermeiden #
Ein offenes Fenster im Winter, zugedrehte Heizung, geplatzte Leitung – war das grob fahrlässig?
Moderne Tarife leisten auch dann, oft bis zur vollen Versicherungssumme.
Ältere Tarife kürzen, manchmal drastisch.
In Mietverhältnissen gilt:
Die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers reguliert Gebäudeschäden (z. B. Wände, Leitungen, Boden),
die Hausratversicherung des Mieters sein Inventar.
Regressfragen (z. B. Verursachung) sind Einzelfälle – Frau Sander koordiniert solche Fälle regelmäßig in Limburg und Bad Camberg.
🧭 So meldest du einen Leitungswasserschaden richtig (Checkliste) #
- Wasser stoppen: Hauptventil schließen, Strom ggf. unterbrechen.
- Schaden mindern: Wasser aufnehmen, Möbel sichern, Abtropfen verhindern.
- Dokumentieren: Fotos/Video (Details, Übersicht, Quelle, Folgeschäden), Datum/Uhrzeit notieren.
- Fachfirma rufen: Leckortung/Notdienst – Rechnung und Befunde aufbewahren.
- Schaden melden: Police/Versicherer, Kontaktdaten, erste Beschreibung (Frau Sander unterstützt).
- Keine eigenmächtigen Rückbauten ohne Abstimmung – außer zur Gefahrenabwehr.
- Angebote einholen: für Trocknung und Wiederherstellung.
- Inventarliste (Hausrat) und Bauteilliste (Gebäude) erstellen.
In Bad Schwalbach beschleunigte diese Struktur die Regulierung so, dass Trocknung und Wiederaufbau in Rekordzeit abgeschlossen waren.
🧱 Innen- und Außenrohre: Worauf es ankommt #
Ob ein Rohr innerhalb des Gebäudes, im Erdreich auf dem Grundstück oder außerhalb verläuft, wirkt sich auf die Deckung aus:
- Innenrohre (Gebäude): meist regulär versichert
- Außen-/Erdreichrohre auf dem Grundstück: oft nur mit Baustein (Lecksuche, Aufgrabung, Wiederherstellung)
- Zu- und Ableitungsrohre außerhalb des Grundstücks: nur in hochwertigen Tarifen, teils ausgeschlossen
In Selters (Taunus) verursachte ein Leck in der Außenleitung enorme Aufgrabungskosten – zum Glück war der Baustein mit drin.
🔧 Praxisfälle aus der Region – kurz & knackig #
- Bad Camberg: Pressfitting undicht – Hohlraumtrocknung + Bodenwiederherstellung (Gebäude), Sofa ersetzt (Hausrat).
- Idstein: Frostschaden in leerstehender ETW – Obliegenheiten eingehalten, volle Leistung.
- Limburg an der Lahn: Leck an Spülmaschinenzulauf – Küche, Sockel und Parkett betroffen; Stromkosten der Trockner mit erstattet.
- Weilburg: Undichter Heizkörper – Tapeten, Putz; Folgekosten inkl. Malerarbeiten eingeschlossen.
- Runkel: Aquariumbruch – Hausrat übernimmt Inventar + Reinigung, Gebäude öffnet und schließt Bodenaufbau.
- Würges: Duschfuge undicht – Standardausschluss; nach Tarifumstellung künftig begrenzt mitversichert.
- Oberbrechen: Leck an Fußbodenheizung – zerstörungsarme Leckortung, gezielte Öffnung, schnelle Trocknung.
- Waldems: Außenrohr leck – Aufgrabung über Außenrohr-Baustein abgedeckt.
Diese Fälle zeigen: Die Ursache ist oft unscheinbar – die Sanierung jedoch komplex und teuer.
Tarifdetails entscheiden, ob du gelassen bleiben kannst.
🛡️ Prävention: Kleine Maßnahmen, große Wirkung #
- Wasserstopp-Ventile an Wasch-/Spülmaschinen, geprüfte Schläuche nutzen
- Wassermelder/Smart‑Sensoren unter Spüle, WM, Heizung, im Technikraum
- Regelmäßige Sichtkontrolle von Eckventilen, Pressverbindungen, Siphons
- Heizperioden beachten (Frostschutz), Ferienimmobilien entleeren
- Silikonfugen warten – dokumentieren (Fotos, Datum)
- Absperrventile kennen (Hauptventil, Etagenventile) – im Ernstfall Sekunden sparen
Lukas installiert nach dem Gespräch mit Frau Sander drei Wassersensoren –
ein kleiner Aufwand, der in Erbach (Taunus) bei einem Kunden bereits einen Großschaden verhindert hat.
💬 Du möchtest, dass deine Leitungswasserdeckung wirklich passt – mit starker Leckortung, Folgekosten, Außenrohren & Co.? Dann sichere dir jetzt deine persönliche Beratung durch Frau Sander!